100 Jahre
Schachklub 1907 Kulmbach e.V.
Schach in Kulmbach

 

Startseite

Geschichte

Alle Meister

Alte Bilder

1.Mannschaft

Erfolge 

 Kulmbach

 

 

 

 

 
Bericht der Bayerischen Rundschau am 08.03.2007

 

Am vergangenen Sonntag war der Schachklub Kulmbach anlässlich seines 100-jährigen Gründungsjubiläums Ausrichter für die Bayerische Blitzmannschaftsmeisterschaft. Dabei kämpften 21 Teams mit je vier Spielern aus dem ganzen Freistaat um den begehrten Titel. Die Besonderheit beim Blitzschach ist, dass pro Spieler und Partie nur fünf Minuten Bedenkzeit zur Verfügung stehen.

Am Ende gab es den erwarteten Favoritensieg: der Bundesligaverein TSV Bindlach-Aktionär konnte sich als erster Verein seit mehr als 20 Jahren den Bayerntitel wieder nach Oberfranken holen und nimmt nun an der Deutschen Meisterschaft teil. An allen Brettern stellten die Bindlacher auch die besten Einzelspieler, auch dies kein Wunder, traten sie doch mit dem amtierenden deutschen Einzelmeister im Blitzschach, GM Klaus Bischoff, und dem derzeitigen slowakischen Blitz-Einzelmeister IM Jan Markos an. Auch die Ergebnisse von IM Pavel Cech und Axel Heinz waren überzeugend. Aus den Händen von Schirmherr Landrat Klaus-Peter Söllner konnten sie verdient nach über fünf Stunden Gesamtspielzeit den Siegerpokal im Empfang nehmen.

Dabei fiel die Vorentscheidung bereits in den ersten Runden: Gegen den späteren Zweitplatzierten FC Bayern München gewannen Bindlach knapp mit 2.5:1.5, danach besiegte man auch die weiteren Verfolger Noris Tarrasch Nürnberg und SF Burgsinn deutlich mit 3.5:0.5. Das einzige Unentschieden mussten die ansonsten ohne Punktverlust gebliebenen "Bären" gegen Tarrasch München abgeben.

Von den weiteren oberfränkischen Teams konnte sich nur noch der SC Bamberg mit dem Erreichen des sechsten Platzes direkt für die Meisterschaft 2008 qualifizieren. Die Lokalmatadoren aus Kulmbach konnten nicht in der Bestbesetzung antreten, und erreichten am Ende den 15. Rang mit 14:26 Punkten. Hervorzuheben sind allerdings das 2:2 gegen Bamberg, deren Team im Schnitt eine um 100 Punkte höhere Wertungszahl besaß, sowie die klaren Siege gegen die ebenfalls in der Landesliga spielenden Mannschaften aus Marktleuthen und Zirndorf, sowie den Oberligaverein Regensburg. Einzig der Regionalligist Hof enttäuschte ein wenig, und blieb hinter einigen nominell schwächeren Vereinen auf dem vorletzten Rang.

Am Ende wurde das Turnier von fast allen Seiten als gelungen und hervorragend organisiert gelobt, wobei sicher auch das Ambiente des Mönchshof-Bräuhauses seinen Teil beigetragen hat.

Bericht von Sebastian Götschel